Jeden Dienstag haben wir von 18.00 – 20.00 Uhr Training. Meistens versuchen wir, schon etwas früher da zu sein, damit die Zeit zum Aufbauen unserer Bögen und des Parcours nicht von unserer Trainingszeit abgeht.

Nach dem Aufbauen wärmen wir uns auf, einige der Übungen sehr zum Leid der Jugend. Dies nimmt für gewöhnlich 10 Minuten unserer Zeit in Anspruch. Wenn wir fertig sind, teilen wir uns in zwei Gruppen und schießen uns auf den Scheiben ein, wobei eine Gruppe schießt, während die andere Gruppe versucht, sich so leise über die Ereignisse der vergangenen Woche auszutauschen, dass es unsere Trainer nicht stört.

Anschließend teilt Trainer Hagen die Jugend in zwei bzw. drei Gruppen ein, abhängig davon, ob Trainer Hans-Peter und Aufsicht Martin beide, oder nur einer von Beiden, da ist.

Die erste Gruppe, welche von Hans-Peter trainiert wird, sind die Anfänger und Schützen, die lange nicht mehr da waren. Für gewöhnlich besteht diese Gruppe aus fünf bis sechs Schützen. Zunächst trainieren sie auf den Scheiben, wobei nicht nur das Trefferbild der Schützen wichtig ist, sondern besonders viel Wert auf ihre Technik gelegt wird.

Die zweite Gruppe wird von Hagen trainiert und besteht aus den Fortgeschrittenen, welche im 3D-Parcour trainieren. Natürlich kennt Trainer Hagen seine Chaoten und weiß, worauf er bei jedem einzelnen achten muss.

Unsere dritte Gruppe wird von Martin beaufsichtigt. Sie besteht aus unseren „Frischlingen“, also denjenigen, die noch nicht allzulange dabei sind, aber aus der Anfängergruppe herausgewachsen sind, ein paar Schützen aus der Fortgeschrittenengruppe und unseren Erwachsenen-Fortgeschrittenen. Diese Gruppe schießt in unserem zweiten Parcours. Wenn sich jeder einer Gruppe zugeordnet hat, kann das Training endlich beginnen. Wir, die „Martin-Gruppe“ oder wie wir uns selbst liebevoll getauft haben die „Außenseitergruppe“ gehen nun, genau wie die Fortgeschrittenengruppe, in einen unserer beiden 3D-Parcours. Wir verteilen uns an die Pflöcke, also Abschusspunkte, der einzelnen Ziele und schießen meistens zunächst ein paar 3-Pfeil-Runden um uns anständig einzuschießen. Dafür wechseln wir nach jeder Runde den Pflock.

Anschließend schießen wir im „Turnier-Modus“, d.h., wir schießen nur so viele Pfeile, bis wir unser Ziel anständig getroffen haben, aber maximal 3 Pfeile.


Irgendwann erfindet einer von uns ein Spiel oder schlägt eine Challenge vor, zum Beispiel die „Nasen-Challenge“: Jetzt versuchen alle die Nase des 3D-Zielen zu treffen, an dessen Pflock sie gerade stehen. Manchmal schließen wir auf um kleine Preise, wobei eine Tafel Schokolade oder eine Prinzenrolle besonders beliebte Gewinne sind. Diese kleinen Wettbewerbe machen uns besonders viel Spaß, außerdem gewöhnen wir uns langsam daran, auch unter leichtem Druck schießen zu können, da einige von uns sich auch dieses Jahr wieder auf die Deutschen Meisterschaften vorbereiten, an denen Pauline, Manuel und ich auch schon im letzten Jahr erfolgreich teilgenommen haben.

Gegen kurz nach 7 kommt auch die Anfängergruppe in den Parcours. Manchmal wechseln wir den Parcours mit der Fortgeschrittenengruppe, meistens bleiben wir in dem Parcours, in dem wir gerade sind. Nun schießen sich die Anfänger ein, bevor wir gemeinsam mit ihnen unsere drei (beziehungsweise im anderen Parcours zwei) Distanzschüsse üben. Hier dürfen die Anfänger etwas näher an das Ziel herangehen als die Fortgeschrittenen. Auch für diese Ziele haben wir uns einige Challenges ausgedacht.

Gegen kurz vor acht müssen wir leider wieder abbauen. Die Zeit fliegt beim Schießen mindestens genauso schnell wie unsere Pfeile. Wir nehmen Ziele und Bögen wieder mit runter und bauen auch die Scheiben ab. Während Trainer Hagen diese in unserem Schuppen verstaut bauen wir unsere Bögen ab. Jetzt haben wir noch einmal die Möglichkeit nach Belieben zu quatschen. Falls es noch Ankündigungen zu machen gibt, nutzt Trainer Hagen nun die Gelegenheit dazu. Anschließend verabschieden wir uns und freuen uns auf unsere nächste Trainingseinheit, welche für die Fortgeschrittenen am Donnerstag und für die Anfänger am Freitag stattfindet, beide unter Aufsicht von Trainer Hagen.

Text: Elisa Schosser
Fotos: Elisa Schosser, Hagen Görnert

Ein typischer Dienstag

Ein Kommentar zu „Ein typischer Dienstag

  • 15. Dezember 2019 um 15:50
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    Toller Bericht, auch der von 2017 im NR-Kurier war sehr positiv. Ich grüße Hagen und Peter, macht weiter so. Die Jugend von heute sind die Champions von morgen, wenn sie nicht vorher abspringen wie bei uns.
    Glückwunsch auch an Hagen für sein Abschneiden in Biberach vor einigen Jahren bei der DM Halle. 554 Ringe sind eine ganze Menge, voe allem auf Spot! Da war meine Obergrenze 550, auch beieiner DM, aber Seniorenklasse. Vorher waren 568 die „Schallmauer“ für 18m, auf 25m war bei 572 Schluß. Aber das ist Generationen her; jetzt muß ich mit 100 Ringen weniger zufrieden sein, mit dem was der Schlaganfall von mir übrig gelassen hat. Was solls, jetzt müssen andere die Kohlen aus dem Feuer holen.
    Ich wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest sowie ein erfolgreiches Jahr 2020.
    Wolfgang Protzen aus München

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