Es begab sich zu einer Zeit, als der Coronaregeln wenig und der Sonnenstunden viel waren, dass die Schützengilde eine Reise anstrebte. In die Gefilde der Bogensportfreunde Sauerthal gedachte man zu gelangen, zum Behufe des Wettbewerbs „Vereinsmeisterschaften Bowhunter“, und zur Belustigung aller.

Am 6. Tag der Woche, zu dem 9-Uhr-Geläut der Feldkirche, starteten 13 wackere Bogenschütz*innen, sich der Herausforderung zu stellen.

Während der Anreise versuchte Petrus, den mutigen Reisenden die Laune zu verderben, und ließ ein wenig Wasser vom Himmel fallen. Aber unerschrocken (und mit Hilfe der Scheibenwischer an den Autos) trotzten alle dem Nieselregen und schließlich erreichten sie das Ziel: den Platz der BSF Sauerthal.
(Für Interessierte: www.bf-sauerthal.de).

Vor den sportlichen Wettkampf haben die Götter und der Trainer die Dehnübungen und das Einschießen gestellt.

Danach wurden die Gruppen in den Parcours geschickt, den dort aufgestellten Schaumstofftieren ihr Können und ihren Siegeswillen zu beweisen. An 17 Stationen wurden Bison, Fuchs, Steinbock, Ameise, Waschbär oder Wildsau angetroffen und mit Pfeilen überschüttet.
(In der Doppelhuntrunde werden pro Station 2 verschiedene Ziele mit je einem Pfeil beschossen).

Der mal wieder wunderbar neu gestaltete Parcours forderte höchste Konzentration, aber keine/r zeigte auch nur den Hauch eines Zögerns. Die schwierigsten Schussfenster konnten sie nicht schrecken.


Nach ca. 3 Stunden hatten alle Teilnehmenden ihren Kampfeswillen bewiesen, fast alle Pfeile wiedergefunden, ihr Können auf den Ergebniskarten dokumentiert. Abgekämpft aber stolz kehrten sie zum Platz zurück.

Nach diesen Mühen war eine Stärkung unerlässlich, und so wurde der Grill angeworfen. Grillkäse, Bratwurst und Steak hatten fleißige Helfer noch mit Salaten ergänzt, und auch verschiedene delikate Nachspeisen ließ man sich munden.

Als Abschluss wartete noch eine Eier-Challenge auf die Schützinnen und Schützen: es galt, Äpfel auf einem Strohballen zu treffen. Als Preise hatte Martin diese Styropor-Eier ausgelobt, gefüllt mit Fruchtgummi.


Bei diesem Wettkampf konnte Semjon (linkes Bild, mit Hagen) alle aus dem Feld schlagen: ihm gelangen 2 Treffer, während Philipp (rechtes Bild, mit Hagen und Martin) mit einem Treffer sich das zweite Ei sicherte. Alle anderen hatten hier etwas weniger Glück.

Hagen und Martin ehrten dann die tapferen Schützinnen und Schützen, die Besonderes vorweisen konnten:

von links nach rechts
Tagessieger mit dem besten Ergebnis wurde Manuel, er erhielt dafür eine Erinnerung in Form eines Kugelschreibers, den Martin aus einem Pfeil gebaut hatte.
Den Wanderpokal „Broken Arrow“ für die meisten verlorenen Pfeile und/oder die meisten Fehlschüsse, den eigentlich nie jemand haben will, konnte/musste Johannes in Empfang nehmen.
Lukas und Philipp wurden für ihre eigenwilligen Interpretationen des Begriffs „Treffen“ mit besonders flexiblen Pfeilen bedacht.
Ein „Sonderpreis für Innovation und Technik“ wurde an Melinda verliehen. Sie war bereits eine gute Schützin, wagte aber einen neuen Anfang und stellte ihr Schießen so radikal um, wie man es kaum für möglich halten konnte. Und sie konnte damit direkt wieder an alte Erfolge anknüpfen, das 4.beste Ergebnis des Tages zeigt dies sehr eindrücklich.

Auf dem Heimweg ließ Petrus wieder Wasser auf die Reisenden fallen, dieses Mal deutlich mehr, und man fragte sich, ob er damit seiner Verzweiflung Ausdruck geben wollte, dass es ihm morgens nicht gelungen war, die Truppe zum Umkehren zu bewegen? Wegen der Ergebnisse konnte es nicht sein, die waren wirklich gut. Die Truppe jedenfalls war froh, dass sie die Reise angetreten hatte, es war wieder ein sehr schöner Ausflug.

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Text: H.-P. Späth
Fotos: E. Schosser, E. Pfaff, S. Kievskiy, M. Brandt, M. Rasbach, M. Ternes, M. Kilian, H.-P. Späth

Ausflug nach Sauerthal

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